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Im Untergrund von Berlin

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Berlin unterirdisch

In Berlin gibt es jede Menge Sehenswürdigkeiten. Das Brandenburger Tor, den Reichstag und die Siegessäule schauen sich wahrscheinlich alle Besucher der deutschen Hauptstadt an. Aber auch in Berlin gibt es einige Geheimtipps, die nicht viele Touristen kennen. Dazu gehören eindeutig die Touren der Berliner Unterwelten EV in die Tiefen unterhalb Berlins. Dabei geht es um verschiedene Schauplätze, die eines gemeinsam haben: Sie befinden sich dort, wo kein Tageslicht hin gelangt und wo auch nur wenige Besucher sich hin verirren.

Die Tour in den Flakturm

Diese Tour führt in einen fast vergessenen Flakturm, der im Humboldthain steht und der fast bis oben hin zugeschüttet wurde, so dass er heute nur noch zu einem kleinen Teil aus einem künstlich aufgeschütteten Hügel herausragt. Dieser Hügel ist heute so stark bewachsen und bewaldet, dass man von der Strasse aus den Flakturm kaum erkennen kann. Treffpunkt für die Tour ins Innere des Turms ist oben auf einer Plattform, die von hohen Gittern umgeben ist. Die Besucher müssen sich Helme anziehen, denn es handelt sich bei dem Gebäude um eine Ruine, die noch nicht zu 100% abgesichert ist. Natürlich dürfen sich die Gruppen nur auf den gesicherten Wegen bewegen.

Ein Mitarbeiter des Veranstalters erzählt dann innerhalb der zwei Meter dicken Betonmauern des ehemaligen Flakturmes, wie es dazu kam, dass dieser überhaupt gebaut wurde, wie er mit seinen Gegenstücken an anderen Stellen der Stadt zusammenarbeiten sollte und was letztendlich mit dem Monstrum aus Stahl und Beton geschah. Der gigantische und zu seinerzeit absolut bombensichere Turm konnte hunderten von Menschen als Luftschutzbunker dienen und wurde am Ende doch nach mehreren Versuchen von den französischen Truppen gesprengt, aber nur halb zerstört. Im Innern des Gebäudes herrschen konstant 10 Grad Celsius und in den Wintermonaten dient er Fledermäusen als Winterquartier. Führungen werden daher nur von April bis September angeboten.

Mehr Unterwelten in Berlin

Eine andere Tour führt in die Luftschutzkeller unterhalb des Bahnhofes Gesundbrunnen. Man kann auf dieser Reise in die Bunker nur erahnen, wie sich die Menschen zu Kriegszeiten gefühlt haben müssen, wenn sie hier zu hunderten Schutz suchten. Neben dem Zweiten Weltkrieg wird in Berlins Unterwelten auch der Kalte Krieg thematisiert. Auch während dieser geschichtlichen Epoche neigten die Berliner dazu, sich Schutzräume unter der Erde zu bauen. Besonders nachdem Westberlin von einer Mauer umgeben war, baute die Bundesregierung in ihrer Angst vor einem drohenden Atomkrieg zahlreiche Schutzanlagen, die für verschiedene Zwecke genutzt wurden.

Manche von diesen Anlagen können heute besichtigt werden. Die Berliner Unterwelten EV zeigen ihren Besuchern einen Bunker, der für über 1000 Menschen konzipiert war, welche darin zwei Tage lang Sicherheit finden konnten. In den Räumen sind Fotografien und andere Exponate ausgestellt, so dass die Reise in die Tiefen unter Berlin nicht nur von anschaulichen Erklärungen der ausgebildeten Museumsführer sondern auch von Ausstellungsstücken untermalt wird. Eine weitere Tour in den Untergrund zeigt einige der berühmt gewordenen Fluchttunnel, die unterhalb der Berliner Mauer hindurch in den Westen gegraben wurden. Diese Tour startet in der Nähe der Bernauer Strasse unweit der Gedenkstätte Berliner Mauer.

Bildquelle: Kit  / pixabay.com

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