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Bhutan - der Aufstieg zum Tigernest

Bhutan Tigernest Abenteuer

Wenn überhaupt eine Sehenswürdigkeit aus dem kleinen Königreich Bhutan in Europa bekannt ist, dann ist es das Tigernest. Dieses Kloster befindet sich einige Kilometer ausserhalb der Stadt Paro an einem steilen Berghang. Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert in seiner jetzigen Form erbaut, schon vorher gab es ein kleines Kloster an derselben Stelle, weil genau dieser unzugängliche Ort oberhalb des Tals von Paro besonders heilig ist. Eine der Reinkarnationen von Buddha soll hier meditiert haben. Die Meditationshöhle kann in den schwindelerregenden Höhen noch immer besichtigt werden und viele Pilger wagen den Aufstieg, um Opfergaben nach oben zu bringen.

Aktiv unterwegs in Bhutan

Wer eine Reise nach Bhutan plant, der richtet sich in der Regel schon darauf ein, kleinere und grössere Wanderungen zu unternehmen. Manche wagen sogar das Abenteuer, eine mehrtägige Trekkingreise zu machen. Aber auch auf den normalen Rundreisen gibt ein paar Sehenswürdigkeiten in der Höhe, die man nur mit ein wenig Anstrengung erklimmen kann. Um das Tigernest zu erreichen, muss man einem schmalen Trampelpfad folgen, der bergan geht und teils sehr steinig und rutschig ist. Vor allem bei Regen muss man vorsichtig sein. Bei trockenem Wetter müssen die Pilger und Touristen, die das Tigernest aufsuchen nur ein wenig Kondition mitbringen. Den Einheimischen fällt es wesentlich leichter, in der Höhe von 2400 Metern den Weg zu bewältigen.

Wegen der etwas dünneren Höhenluft sollte man als Tourist einfach etwas mehr Zeit einplanen. Der Anstieg ist in zweieinhalb bis drei Stunden zu bewältigen. Es besteht die Möglichkeit, am Ausgangspunkt des Weges ein Pferd zu mieten, das zwar nicht die gesamte Strecke, aber etwa die Hälfte deutlich erleichtert. In Paro gibt es mehrere Züchter, die kleine robuste Pferde haben, welche sonst für die Überquerung von Bergpässen mit schweren Lasten dienen. Das letzte Drittel des Weges ist mittlerweile gut ausgebaut sowie mit Stufen und Geländern versehen. Noch vor 20 Jahren war der Anstieg hier fast lebensgefährlich. Heute ist er zwar noch immer ein Abenteuer, aber etwas komfortabler.

Das Tigernest: ein unvergessliches Erlebnis

Wenn man schliesslich etwas erschöpft oben ankommt. sieht man das verwinkelte Gebäude am Berghang kleben. Es ist schier unvorstellbar, dass die Menschen vor 400 Jahren das gesamte Baumaterial hier herauf geschafft haben, um das Kloster zu errichten. Schon allein die Tatsache, dass die weissen Wände mit den hübschen Holzfenstern nicht den Hang herab stürzen ist faszinierend. Im Innern des Klosters gibt es acht Tempel, die für Gläubige und Touristen zugänglich sind. Man muss die Schuhe ausziehen und kann dann die einzelnen Heiligtümer betreten.

Man sollte darauf achten, sich stets im Uhrzeigersinn um einen Altar, ein Grab oder eine Meditationshöhle herum zu bewegen, denn das ist für die Buddhisten wichtig. Wenn man den anderen Besuchern einfach alles nachmacht, kann nichts schief gehen. Mehrere Mönche leben hier oben sehr abgeschieden und kümmern sich um das Kloster. Sie betreuen auch die Besucher und träufeln ihnen heiliges Wasser auf die Hände oder verteilen Segnungen. Einige der Altäre sind wirklich eindrucksvoll und es gibt im Haupttempel zum Beispiel eine sehr eindrucksvolle Statue der zweiten Reinkarnation von Buddha. Leider darf im Innern nicht fotografiert werden.

Bildquelle: jboots / pixabay.com